Blood Lake - Killerfische greifen an

Originaltitel: Blood Lake: Attack of the Killer Lampreys
Alternativtitel: Blood Lake
Blood Lake - Blutsauger aus der Tiefe
Blood Lake - L'attacco delle lamprede killer
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr:  2014
Regie: James Cullen Bressack

Darsteller

Figur

Shannen Doherty  Cate
Jason Brooks  Michael
Zack Ward  Will
Christopher Lloyd  Mayor Akerman
Ciara Hanna  Nicole
Koosha Yar  Kyle
Fred Stoller  Rich
Rachel True  Marcy
Jeremy Wade  Lamprey Expert
  
Subgenre: Fische
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Inhalt

Lampreys (zu deutsch: Neunauge) sind fischähnliche, blutsaugende Wirbeltiere; es gibt sowohl Süß- als auch Salzwasserarten (insgesamt über 40). In Europa fanden sie auch in der Küche Verwendung und wurden ähnlich wie Aal zubereitet. Mittlerweile stehen sie auf der Liste der gefährdeten Arten. In USA, wo sie keine natürlichen Feinde haben und, wegen ihrer parasitären Lebensweise, traditionell auch nicht auf dem menschlichen Speiseplan stehen, haben sie sich vielerorts zur Plage entwickelt. Üblicherweise heften sie sich an Fische, was für gesunde, erwachsene Tiere kein Problem darstellt; sie greifen gelegentlich auch Menschen an, wobei sie aber, abgesehen von anschließender Narbenbildung, keinen gesundheitlichen Schaden anrichten.
Michael Parker vom Amt für Fisch- & Wildtierschutz zieht über den Sommer mit seiner Familie in eine kleine Stadt in Michigan. Sein ortsansässiger Kollege Will hatte um Hilfe gebeten, da die Population an Lampreys in den umliegenden Flüssen ungewöhnlich zugenommen hat. Die Tiere sind kurz davor den Badesee, Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen, zu befallen.
Zusätzlich belastet ihn die gereizte Situation zuhause, da seine Ehefrau Cate von dem Umzug nicht sonderlich begeistert ist, ganz zu schweigen von der 17 jährigen Tochter Nicole und dem jüngeren Sohn Kyle. Während Nicole Trost bei dem gleichaltrigen Alex sucht, stromert Kyle am Strand herum.

Die Lampreys finden nicht mehr genügend Fische um sich zu ernähren und steigen angriffslustig auf menschliche Beute um.

Kommentar

Das vorliegende Werk wurde von dem berüchtigten Studio The Asylum (Monster) produziert, im Auftrag des Senders Animal Planet, der eigentlich auf Dokumentationen spezialisiert ist. Der Film wurde im Zuge eines Specials über blutsaugende Tiere gesendet. Vermutlich hoffte man, nach dem unerwarteten Erfolg den SyFy ein Jahr zuvor mit Sharknado hatte, auf einen Zuschauermagneten. Ich weiß nicht, ob der Plan aufgegangen ist, wer aber schon mal einen von Asylums Tierhorrorgurken gesehen hat, dem ist klar, dass ein Doku-Sender sich damit keinen Gefallen in Sachen Seriösität tut. Selbst wenn man zugutehält, dass wir es hier weder mit überdimensionierten, mutierten oder zusammengemixten Monsterwesen (Piranhaconda), sondern realen Kreaturen zu tun haben (wenngleich sie einige unnatürliche Verhaltensweisen an den Tag legen), ist der Streifen in keinem Moment ernstzunehmen. Da nützt es auch nichts, dass man den Zoologen Jeremy Wade in einer kleinen Rolle als Lamprey-Experten besetzt hat. Wade moderiert bei Animal Planet die Reihe "Fluss-Monster", die bei uns auf Dmax läuft (wo auch "Blood Lake" seine deutsche TV-Premiere feierte).
Die Story läuft vorhersehbar ab und bringt keine eigenständigen Ideen ins Spiel. Leider wird die Handlung auch noch bierernst erzählt; es muß ja nicht so übertriebener Quatsch wie im bereits erwähnten "Sharknado" sein, aber ein wenig (Selbst-)Ironie oder eine kleine humoristische Brechung, hat noch keinem Monsterfilm geschadet. Nicht einmal die vielen Anschluss- und Logikfehler können ein unfreiwilliges Schmunzeln hervorrufen, reihen sie sich doch nahtlos in die unzähligen plumpen Drehbucheinfälle ein. Etwa wenn Nicole und Alex aus dem Wasser kommen und erst gefühlte 5 Minuten später feststellen, dass ihre Beine komplett mit Fischblut & -innereien bedeckt sind, was auch von den anderen Badenden und Strandgästen bis zu dem Zeitpunkt vollständig unbemerkt bleibt, dann jedoch zu einmütiger Panik führt.
Das knappe Budget und der folglich enge Zeitplan, in Kombination mit den Einschränkungen einer TV-Produktion (Die Mädels müssen die Bikinis anbehalten... ja, auch die Oberteile!) lassen Regisseur James C. Bressack nur zwei Chancen: Tempo und Blut. Und die nutzt er; notwendige Dialogszenen werden möglichst kurz gehalten, oder mit Zwischenschnitten auf die schwimmenden Killertierchen unterlegt. Das wäre ja soweit in Ordnung, nur hilft es nicht den ganzen Unsinn zu überspielen, weil sowohl die Haupthandlung, als auch die Details zu abwegig und fehlerhaft sind. Mit Blut wird nicht gegeizt, weder menschlichem, noch tierischem. Ein paar (gute) handgemachte Tricks gibt es, meistens wird aber mit CGI gearbeitet. Letzteres zumeist auf erträglichem Niveau, einige Effekte sind aber doch auffällig schwach hingeschludert.

Die Akteure sind der, für Asylum typische, Mix aus Ex-Seriendarstellern und Filmstars aus der zweiten Reihe.
Shannon Doherty hatte in den 90ern im TV Erfolge mit "Beverly Hills 90210" & "Charmed" gefeiert, wobei der breiten Öffentlichkeit wohl am ehesten in Erinnerung geblieben ist, dass sie beide Serien nach Zickereien und Starallüren vorzeitig verließ. Hier gibt sie zunächst die genervte, vernachlässigte Ehefrau & Mutter, wobei sie zwar überzeugt (launisch kann sie eben) aber keine Sympathiepunkte sammelt. Das wird später etwas besser, wenn sie um das Leben ihrer Kinder fürchtet.
Jason Brooks hatte in seinen "Baywatch"-Jahren schon Erfahrungen im Wasser gemacht und fällt nicht negativ auf.
Bei Zack Ward (BloodRayne II<) war ich nicht sicher, ignoriert er den ganzen Quatsch um sich herum und spielt seriös, einfach um einen anständigen Job zu machen, oder als ironischen Gegenpol zu der vorherrschenden Absurdität?
Altstar Christopher Lloyd (Zurück in die Zukunft-Reihe) stellt hier mal keinen schrulligen Zausel dar, sondern einen kühl kalkulierenden Charakter.
Die maulige Tochter ihr Poolboy-Freund und der Sohn konnten nicht überzeugen.

Filmreview von: Bad Moon

Trailer zum Film

Deutsche Veröffentlichung

In USA ist der Streifen in zwei verschiedenen Schnittfassungen auf DVD erschienen, eine mit der Freigabe "R" (Kinder & Jugendliche unter 17 Jahren nur in Begleitung/ unter Aufsicht eines Erwachsenen) und einer längeren "Unrated", die so auch im TV gelaufen ist. Bei der ungeprüften Version ist zusätzlich eine kurze Nebenhandlung enthalten, in der ein kleiner Lamprey durch das Ohr in den Kopf einer Frau eindringt, während die gerade ein paar Bahnen im Pool zieht. Eine Freundin will ihn mithilfe einer Pinzette wieder entfernen, doch das Tier sträubt sich heftig und versucht sogar auf der anderen Seite zu flüchten, was zu einer blutigen Sauerei im Badezimmer und dem Tod der befallenen Frau führt.
In Deutschland bei Edel Germany unter dem Label StarMovie auf DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray erschienen; die Fassung entspricht der US-R-rated.
Die Blu-ray enthält als Bonusfilm "P-51 Dragon Fighter".

Filmbewertung

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