Moby Dick

Originaltitel: Moby Dick
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr:  1956
Regie: John Huston
 

Darsteller

Figur

Gregory Peck  Kapitän Ahab
Richard Basehart  Ishmael
Frederick Ledebur  Queequeg
Leo Genn  Starbuck
Harry Andrews  Stubb
Edric Connor  Daggoo
Royal Dano  Elijah
Mervyn Johns  Peleg
  
Subgenre: Wale
Film suchen bei: Amazon.de, eBay, OFDb, IMDb
Deutsches DVD-Cover, erschienen bei MGM

Inhalt

Der Seemann Ishmael erzählt, wie er auf den Walfänger Pequod unter dem Kommando von Kapitän Ahab anheuerte. Dieser wurde von einem riesigen weißen Potwal angegriffen und verlor ein Bein. Nur von Hass und Rachegelüsten getrieben jagt er diesen Wal. Kein Preis ist ihm zu hoch, so dass er jedes Risiko eingeht, um ihn zu erwischen. Jedoch scheint der weisse Wal unbesiegbar, das Schiff sinkt, Ishmael überlebt als Einziger die Schlacht.

Kommentar

Dieser Klassiker der Filmgeschichte brilliert mit hervorragenden Schauspielern, einer mitreißenden Handlung und gelungener Regie- und Kameraarbeit. Gregory Peck verkörpert den Kapitän Ahab so eindrucksvoll, als wäre ihm die Rolle auf den Leib geschrieben. Es gibt viele schillernde Figuren, wie z.B. Ishmaels Freund Queequeg, gut ausgearbeitete Dialoge und nostalgisches Seemannsflair. Auch die Darstellung des weißen Wals ist recht gelungen, für 1956 sicherlich hervorragend. Wer diesen Film nicht kennt, hat wirklich was verpasst.

Filmreview von: Marcus Littwin

Trailer zum Film

Deutsche Veröffentlichung

Erschienen ist der Film auf DVD bei MGM. Bild und Ton sind für das Alter des Films sehr gut.

Filmbewertung

Unser Gesamteindruck:
Durchschnittliche Besucherwertung:   (57 Stimmen)
Eigene Bewertung zum Film abgeben:  

Weitere Filmtipps aus dem Bereich Wale

Weitere Kommentare zum Film

Hier siehst du weitere Kommentare zum Film. Diese Kommentare stellen nicht die Meinung der Betreiber dieser Seite dar.
 
Ralf, 03.10.05
Nicht viele haben sich an eine Verfilmung dieses komplexen Buches mit seinen vielen Assoziationen und Nebenepisoden gewagt, Melvilles Geschichte ist wahrhaftig ein "Wal von einem Roman". Da kann man halt "nur" die Essenz, den roten Faden der Handlung, herausfiltern, und das ist John Huston hervorragend gelungen, der ja gleichzeitig eines einer Lieblingsmotive, die Suche einer Gruppe von Menschen nach etwas Unerreichbarem, wo die Niederlage vorprogrammiert ist, erneut umsetzen konnte. Es gab Kritiker, die Gregory Peck als Ahab für eine Fehlbesetzung hielten und lieber Orson Welles (der den Father Mapple spielt) in der Hauptrolle gesehen hätten (sicherlich ein reizvoller Gedanke - und Welles selbst hat das Thema ja zeitlebens nicht losgelassen - von ihm gibt es Privataufnahmen von Videos mit shakespeareartigen Monologen und Passagen aus Melvilles Roman), aber Peck IST Ahab und wirkt absolut überzeugend als monomanischer, zerrissener Charakter. Besonders gelungen finde ich die Farbdramaturgie des Films (eine hervorragende Fotografie und Kameraführung) und die Schlußszenen und Effekte mit dem (Plastik-)Wal haben auch heute nichts von ihrer Wucht verloren. Huston hat etwas scheinbar "Unverfilmbares" auf die Leinwand gebracht - und nur Franc Roddam reicht da mit seiner Neuverfilmung heran, mit einem sehr guten Patrick Stewart in der Ahab-Rolle, der diesen Charakter noch mehr vertieft und sensibilisiert.
 
Scaramanga, 23.04.06
Obwohl Gregory Peck die Figur Ahab nicht mochte hat er ihn doch sehr überzeugend gespielt. "Die Geschichte gehört zwischen zwei Buchdeckel", hat Peck mal gesagt, zu unrecht wie ich finde. Der Roman von Melville ist ziemlich gut von Huston verfilmt worden, der Film ist mitreissend bis zum Schluß wobei die Szenen mit dem Wal aus heutiger Sicht eher primitiv erscheinen, was aber auch völlig normal ist. Es gab auch schon ein Remake das ich aber nicht so gut fand
 
Berti, 17.10.06
Dieser großartige Film ist ein Meisterstück seines Genres. Hier geht es wirklich den ganzen Film über um Wale bzw. den Walfang. Ein Pflichtfilm für alle Seemänner oder Freunde des Meeres. Traurig sind die Szenen in denen man das Töten der Tiere zeigt. Wer auf blutige Horror- Szenen hofft, wird enttäuscht da in dem Film auf andere Dinge wert gelegt wird.
 
Kartotzi, 05.11.06
Der Film ist nicht schlecht, für meinen Geschmack aber leider etwas zu wenig blutrünstig. Wale sind aber auch nicht so mein Ding, da steh ich doch lieber auf Haie oder Piranjas wenn es schon „Fisch“ sein soll. Alle denen das Buch Moby Dick gefallen hat, werden aber von dem Film begeistert sein denn er wurde ganz gut verfilmt. Der weiße Wal ist in dem Fall kein böses Monster sondern einfach nur ein „armes“ Tier dass gejagt wird und sich zur Wehr setzte.
 
BSteve, 03.06.07
Den Film habe ich am 29.3.1970, am Geburtstag meines kleinen Bruders, als ersten Nachfilm meines Lebens damals mit 8 Jahren noch auf einem sw-Fernseher sehen dürfen und er hat mich total beeindruckt. Er bewirkte, dass ich damals auch das Buch lesen wollte (habe das Exemplar immer noch) und begründete mein Interesse für Wale und Haie und Gregory Peck beförderte er zu einem meiner Lieblingsschauspieler. Mittlerweile konnte ich den Film auch in Farbe geniesen und wenn auch die Musik in manchen Szenen, wie auch die Schauspieler lt. Drehbuch manchmal ihre Handlungen noch verbal unterstreichen wie in einem Hörspiel und einige Bluebox-Aufnahmen zu offensichtlich sind und Moby Dick etwas unnatürlich springt und der Untergang der "Pequod" ganz deutlich eine Miniatur ist, besticht der beeindruckende Film als sicherlich grandiose Literaturverfilmung, durch Detailreichtum, gute Darstellerleistung und differenzierte Charaktere und ist zurecht ein Klassiker und der wohl beste Walfänger-Film bis heute überhaupt. Gerade das angestaubte Flair versetzt einen eher in die damalige Zeit von Hermann Mellville's Nantucket und New Badford und die deutsche Synchronisation besticht durch sympatische Stimmenwahl. wenn man unbefangen wie ich den film gesehen hat, kann man sich eiigentlich gar keinen anderen Ahab als Gregory Peck vorstellen, sowohl im Aussehen und Darstellung, obwohl ein Orson Welles, der als Priester anfangs brillieren darf, auch eine interessante Wahl hatte sein können und für eine kurz im Gespräch stehende Neuverfilmung mit Robert de Niro auch seinen Reiz hätte. Heutzutage ist das Walthema sicherlich ein heikleres als in den 50er Jahren und der Hass auf ein Tier schon eher absurd wirkend als in einer Zeit, wo Wilde, indianer und Schwarze noch ihren Okkulten und seltsamen Religionen huldigten und ihre Geheimnisse hatten im Gegensatz zur durchleuchteten Welt von heute. Alles in allem ein grandioser Film, der Regisseur John Houston und Gregory Peck unsterblich gemacht hat und neben dem Buch selbst als klassiker bezeichnet werden darf und muss. Interssant, dass die Buchszenen mit den "blinden Passagieren" Fedallah & Co. eigentlich nirgends je ein Thema waren und offensichtlich nicht als wirklich fehlend empfunden werden noch je ein Diskussionsthema einer größeren offiziellen Kritik bildeten. Mir persönlich gefällt der Film so wie er ist und er wurde sogar noch 1974 im Filmprogramm des "Weissen Hais" als die bis dahin spannenste verfilmte Jagd zwischen Mensch und Tier bezeichnet und sicher nicht zu unrecht. Ich freue mich noch heute immer wieder, wenn der Film im Fernsehen auftaucht und hätte gerne das Erlebnis gehabt, solch einen Film noch auf einer Großleinwand erleben zu können. Das wäre Moby Dick's majestätischer Größe sicher gerechter als jeder TV-Schirm. Schade, dass es solche Events nicht in guten Kinos regelmässig wie früher gibt. Ich denke, dass gerade solche Filme durchaus ihr Publikum hätten und zudem auch Schulen die Möglichkeit böten, Literatur in ansprechender Form an die Jugend gelegentlich weitergeben zu können. Moby Dick zählt sicher zu den Geschichten, die man gelesen und gesehen haben muss.
 
Eigenen Kommentar zum Film schreiben.
 
 
 
 

Mitglied beim Toplinks Banner-XChange


 
 
Nutzungsbedingungen, rechtliche Hinweise und Datenschutz