Venom

Originaltitel: Venom
Alternativtitel: The Legend of Spider Forest
Spider's Venom
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr:  1971
Regie: Peter Sykes

Darsteller

Figur

Simon Brent  Paul Greville
Neda Arneric  Anna
Sheila Allen  Ellen
Derek Newar  Johann
Terence Soall  Lutgermann
Gerard Heinz  Huber
Gertan Klauber  Kurt
Sean Gerrad  Rudi
Bette Vivian  Frau Kessler
Ray Barron  Junger Mann
  
Subgenre: Spinnen, Erotik
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Inhalt

Der Engländer Paul Greville reist als Tourist nach Bayern, um dort Ruhe für seine Zeichnungen und Fotos zu finden. Hierbei trifft er auf ein seltsames Mädchen mit einem Spinnen-Tattoo, welches wegläuft, als er sie fotografieren will. Als er in der Gaststätte nach ihr fragt, regieren alle abweisend. Dafür wird er von Ellen, der Tochter des Sägewerkbesitzers, verführt, was ihn am nächsten Tag jedoch nicht davon abhält, weiter nach dem Mädchen zu suchen. Doch kaum hat er sie gefunden, beginnt der Ärger. Er wird von mehreren Männern mehrmals brutal verfolgt und zusammengeschlagen. Schließlich bringt Anna, das geheimnisvolle Mädchen, Paul zu sich nach Hause, wo es jedoch genau so gefährlich für ihn ist. Annas Vater, ein Nazi-Wissenschaftler, versucht in seinem Labor ein Nervengift aus Spinnen zu gewinnen. Sie sehen in Paul eine Bedrohung und ...

Kommentar

Nachdem sich die amerikanischen Major-Studios immer mehr aus englischen Produktionen zurückzogen, brachen für britische Filme schwere Zeiten an. Die Ära der gotischen Gruselfilme ging langsam aber sicher zu Ende, das Kino verlangte nach frischen Ideen. Nachdem der in Australien geborene Regisseur Peter Sykes (Die Braut des Satans, Dämonen der Seele) bei der erfolgreichen Fernsehserie "Mit Schirm, Charme und Melone" Erfahrungen als Regisseur sammeln konnte, drehte er mit "Venom" einen Grusel-Thriller mit Tierhorroreinlagen und sehr viel freizügiger Erotik. Das Budget ist sichtlich gering, viele Szenen spielen im Wald oder in einer Gaststätte, wo dann sogar in der Originalfassung häufiger Deutsch gesprochen wird, schließlich spielt das Ganze in Bayern.

Der Film beginnt mit einem Erotikabenteuer im Wasser, welches durch Verfremdung und Blaufärbung wie eine Traumsequenz daher kommt und für den Mann direkt tödlich endet, nachdem er das Spinnen-Tattoo auf der Schulter von Anna gesehen hat. Danach folgt erst mal eine längere Durststrecke, das ganze Geplänkel im Wald und in der Gaststätte ist langatmig und teilweise verwirrend, da können weder freizügige Erotikeinlagen noch unspektakuläre Spinnenszenenhelfen. Erst als es gen Ende ins Labor des Nazi-Wissenschaftlers geht, wird es spannender. Dafür sind die Gruselszenen mit dem Score von John Simco Harrison durchaus stimmungsvoll untermalt.

Die Hauptrollen sind mit Simon Brent (Jedem Pferdchen seinen Reiter), Neda Arneric (Shaft in Afrika), Sheila Allen (Die Kinder der Verdammten) und Gerard Heinz (Das Teufelsritual) eher unspektakulär und wenig prominent besetzt. Das Ergebnis konnte mich leider nicht begeistern, für einen Thriller zu unspektakulär und zu verworren. So verwundert es auch nicht, dass "Venom" hierzulande nie ausgewertet wurde und selbst international fast in Vergessenheit geraten ist.

Filmreview von: Marcus Littwin

Deutsche Veröffentlichung

Der Film ist in Amerika bei Saturn Productions unter dem Titel "Spider's Venom" auf DVD (codefree) erschienen. Leider ist der Ton so stark übersteuert, dass man stellenweise nichts mehr verstehen kann. In England ist er bei IFS auf VHS erschienen.

Filmbewertung

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