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Inhalt
Nachdem der Volksheld Don José de Alvarez Mexiko City von einem Ameisenmonster befreit hat kehrt er mit seiner frisch angetrauten Frau Bella Bonita nach langer Abwesenheit in sein Heimatdorf Campo del Sol zurück. Doch dort ist er nicht willkommen, bis auf seinen Bruder Miguelito, der sich Loco Satano nennt, ist seine Familie tot. Loco Satano beherrscht das Dorf, indem er Macht über die Ameisen hat. Er hat das Wissen und die Macht, einen unschlagbaren und unverwundbaren Ameisenmann zu erschaffen und er hat Bella Bonita als Königin auserwählt. Er führt sie in seine Katakomben, wo sie gefesselt bei einem Ritual ...
Kommentar
Schön, dass es auch heute noch echte B-Movies gibt - und das auch noch in Deutschland! Dieser Film wirkt wie eine Hommage an die alten B-Movie Klassiker. Die Berliner Filmschmiede "Planet B" hat sich den B-Movies verschrieben und realisiert mit geringem Budget Filme, die ein Maximum an Spaß bieten. Dieser Film hatte ein Budget von 850.000,- Euro für 20 Drehtage. In seinem ersten Spielfilm schafft Regisseur Christoph Gampl mit den passenden Kulissen im Studio Babelsberg eine stimmige Atmosphäre mit eigenem Look, die über den ganzen Film aufrechterhalten wird. Der Film nimmt sich selbst nicht Ernst, er ist herrlich selbstironisch, wenn man sich schon allein die Namen der Charaktere ansieht und auch die Sprüche sind schon manchmal recht derbe. Diese werden von bekannten Schauspielern wie Elisabeth Volkmann, Götz Otto, Gojko Mitic und Lars Rudolph mit sichtlicher Freude vorgetragen. Besonders Lars Rudolph übertreibt sein Schauspiel maßlos, einfach herrlich, in einem 08/15 Mainstream-Blockbuster dürfte man sich nie so austoben. Dazu gibt es noch die übertrieben markant schroffe Erzählerstimme mit spanischem Akzent von Wolfgang Hess. Natürlich dürfen in solch einem Film auch Erotik- und Folterszenen nicht fehlen, wofür Yasmina Filali-Bohnen bestens geeignet ist. Und als Bonus gibt es dann auch noch ein paar Gesangseinlagen, die aber zur Situation und zur Stimmung passen, was will man also mehr von einem Film. Der Ameisenmann selber wird nur in dunklen Räumen gezeigt und geht daher noch durch, ich glaube bei Tageslicht wäre das Kostüm grausam. Zum Einsatz kommen natürlich auch echte Ameisen, die sogar einen eigenen Ameisentrainer haben, der im Nachspann aufgeführt wird: Björn Friese. Ich empfehle, den Film in einer geselligen Runde mit Nachos und Tequila zu genießen. Die für 2004 angekündigte DVD-Veröffentlichung wurde auf Grund eines Rechteproblems auf Eis gelegt, der Film erschien erst 2010 auf DVD.
Filmreview von: Marcus Littwin
Deutsche Veröffentlichung
Der Film ist bei EuroVideo auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Berti, 09.08.10
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| Diesen Film werde ich wohl immer in Erinnerung behalten weil ich ihn in geselliger und lustiger Runde mit lieben Freunden gesehen habe, wie er auch zu empfehlen ist. Ansonsten ist dieser deutsche Trash mit der ganz besonderen Atmosphäre nicht ganz so mein Ding. Lars Rudolph sticht wie oben schon erwähnt, ganz besonders heraus, auch alle anderen sind offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache. Story und Musik sind in Ordnung, bei dem Ameisenmann-Monster kriegt man einen Lachanfall. Das Ganze nimmt sich nicht ganz ernst und ist wohl auch nicht als ernste Angelegenheit zu betrachten. Interessant und durchaus einen Blick wert |
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| Navarre75, 27.01.11
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| Als ich erstmal von diesem Film hier auf der Seite erfuhr, schlug ich nur die Hände über dem Kopf zusammen, denn deutsche Horrorfilme, oh weh, seit "Hai- Alarm auf Mallorca" und anderen Machwerken bin ich da ein fürchterlich gebranntes Kind.
Nach dem Lesen des Filmkommentares beschloss ich jedoch, ihn mal zu schauen, und ich war alles in allem sehr positiv überrascht, wenn man das geringe Budget bedenkt. Nahezu "tarantinoesk" ist nicht nur die ziemlich geniale Filmmusik, auch der Schnitt und die Atmosphäre können deutlich überzeugen, und die dümmlich- flache Grundstory tut dadurch schon beinahe weh. Lars Rudolph toppt alles, doch auch die anderen Schauspieler haben ihre Momente.
Alles in allem also ein Film, der mir ebenso wie meinem Vorredner im Gedächtnis bleiben wird, denn dieser Film zeigt: Auch wir Deutschen haben durchaus das Zeug für Filme, die man sonst nur amerikanischen Spitzenregisseuren zutraut. |
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