Dr. Bernard Adrian betreibt seit Jahren auf eigene Faust verbotene Forschungen. Er ist von dem Traum besessen, eines Tages seltene Nervenleiden heilen zu können. Um seine Forschungen ungestört durchführen zu können, lebt er zurückgezogen auf dem Land, wo er sich in seinem Haus ein Laboratorium eingerichtet hat. Doch wie es das Schicksal will, lebt ganz in der Nähe eine junge Frau, die seit einigen Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist. Dr. Adrian ist von dem schweren Schicksal der jungen Frau ergriffen und will ihr helfen. Doch für ein wirkungsvolles Serum benötigt er Rückenmarkflüssigkeit eines Menschen in größeren Mengen, die der Spender nicht überlebt. Eines Tages wird ein schwer verletzter Tierpfleger eines in der Nähe campierenden Zirkus zu Dr. Adrian gebracht. Er wurde von einem Gorilla angegriffen, dem anschließend die Flucht gelang. Der Doktor bedient sich bei dem sterbenden Mann und schiebt den Tod auf den flüchtigen Affen, der plötzlich in voller Größe in seinem Labor vor ihm steht ...
Kommentar
Für Boris Karloff (Cult of the Dead, Schwarze Messe auf blutrotem Altar) war es bei diesem Film nicht die erste Zusammenarbeit mit Regisseur William Nigh, sie drehten z.B. die Detective Wong-Filme mit Karloff in der Hauptrolle zusammen. Umso größer ist da die Enttäuschung, wenn man mit ansehen muss, wie sehr Karloff in seinem Können beschnitten wird. Er darf zwar ein wenig im Laborkittel mit ein paar Reagenzgläsern herumspielen, doch den wahnsinnigen Wissenschaftler darf er nie so ganz herauslassen. Erstaunlicherweise wirkt seine stumme Haushälterin deutlich gruseliger als er. Der ganze Film kommt leider vielmehr als ein Drama und Rührstück um die arme junge Frau herüber als ein Horrorfilm. Die Highlights des Films sind eindeutig dann, wenn der Gorilla auftaucht, der streckenweise sogar eine recht annehmbare Maske vorweisen kann. Doch wird auch hier mögliches Gruselpotential verschenkt, denn der Affe bricht ja nur aus, weil er vom Pfleger misshandelt wurde. Wenigstens dieses Tier hätte man als böse und unberechenbar darstellen können. Genauso verhält es sich mit den illegalen Menschenversuchen, denen sich Dr. Adrian widmet. Hier soll nicht zu viel gespoilert werden, aber er bekommt später sogar eine Art Absolution für seine Verbrechen. Das Ende des Films hat schließlich ein solch dickes Happy End, dass der Schmalz schier aus der Mattscheibe tropft.
Fazit: Gruseln wird sich bei diesem Film sicherlich niemand. Karloff-Fans werden hier leider wahrscheinlich ebenfalls enttäuscht sein, denn er bleibt hier weit unter seinen Möglichkeiten. Wenn man auf alte Klassiker steht, dann muss man diesen Film sicherlich nicht unbedingt gesehen haben.
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