Prinz Yamato ist ein zweitgeborener Zwilling. In seinem Reich gilt er damit als Vorbote des Unheils. Aus diesem Grund wird er auch von seinem Vater verstoßen, denn ein Tötungsversuch durch seinen Handlanger und Hohepriester konnte in letzter Sekunde durch göttliche Intervention verhindert werden. So wächst Yamato bei einer Priesterin auf und gelangt eines Tages in eine geheimnisvolle Höhle, in der ihm ein Gott eine Weissagung macht und ihn mit magischen Kräften ausstattet.
Jahre später darf Yamato wieder an den königlichen Hof. Doch seine Mutter stirbt unter merkwürdigen Umständen, die auf Yamato als Täter hinweisen. Es kommt zu einem Duell zwischen den Brüdern, bei dem Yamato siegt. Sein Vater entsendet ihn voller Wut mit einer Aufgabe, die scheinbar kaum zu bewältigen ist. Doch Yamato hat treue Freunde, die ihm zur Seite stehen, und auf der Reise begegnet er der hübschen Priesterin Oto, die genau wie er enorme magische Fähigkeiten ihr Eigen nennt. Ihr ist es vorbestimmt, an seiner Seite zu kämpfen. Gemeinsam meistern sie alle Prüfungen, doch das Schlimmste steht ihnen noch bevor: Das Böse in Gestalt von Madra, des achtköpfigen Drachenmonsters, kehrt nach Jahrtausenden der Verbannung wieder zurück auf die Erde. Nun liegt es an Yamato und Oto, dem Bösen Einhalt zu gewähren. Der Kampf um das Schicksal der Erde beginnt ...
Kommentar
Takao Okawara war in den 90er Jahren mit dem drehen von Godzilla-Filmen ziemlich ausgelastet. Dennoch fand er zwischen Godzilla vs. Mechagodzilla II und Godzilla vs. Destoroyah die Zeit, sich einem etwas anderen Projekt zu widmen. "Madra, das achtköpfige Drachenmonster" ist erster Linie ein Historien/Fantasy-Schinken, der geradezu gespickt ist mit göttlicher Vorhersehung und magischen Spielereien. Doch es wäre kein Takao Okawara-Film, wenn es nicht auch eine gehörige Portion Kaiju-Action zu sehen gäbe. Neben dem achtköpfigen Drachen (der einem aufgemotzten King Ghidorah verdächtig ähnlich sieht) muss der Prinz noch gegen ein Magma-Monster und gegen ein Meerungeheuer kämpfen. Eine ganz ähnliche Mischung der Genres gab es bereits in den 60er Jahren mit den Daimajin-Filmen. Madra ist aber gute 30 Jahre jünger als die Daimajin-Filme, daher ist der Film auch weitaus poppiger. Man hat sich auch nicht geniert, an allen Ecken und Enden zu klauen und aus diversen Versatzstücken eine mehr oder minder eigenständige Story zu basteln. Vieles erinnert an antike griechische Göttersagen. Aber auch die Lichtschwerter aus dem Jedi-Universum haben es in diesen Film geschafft.
Das Endergebnis ist jedoch mehr als stimmig, denn der Film weiß enorm gut zu unterhalten. Langeweile kommt an keiner Stelle auf, auch wenn man alles irgendwie schon einmal gesehen hat. Als wirklich gelungen kann man den Score bezeichnen, der gerade bei spannenden Szenen die Stimmung noch zu steigern versteht. Wer Fantasy-Filme und japanische Gummimonster mag, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen. Beides wird in solider Qualität geboten.
Filmreview von: schnuff
Trailer zum Film
Deutsche Veröffentlichung
Der Film ist bei Laser Paradise auf DVD und bei VPS Video auf VHS erschienen.
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