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Inhalt
Nach dem ersten Weltkrieg ist die Welt in einer schweren Wirtschaftskrise, die auch dem erfolglosen Dichter Ivan Gajski sehr zusetzt. Von seiner Vermieterin vor die Tür gesetzt, versucht er, seine letzten Bücher zu verkaufen, wobei er Sonja Boskovic kennen lernt. Als er nachts auf einer Parkbank schlafen will, gibt ihm ein Nachtwächter den Tipp, sich in der verlassenen Zentralbank einen Unterschlupf zu suchen. Doch obwohl es allen überall an Nahrung mangelt, sieht er dort ein geheimes, feudales Bankett. Als er hört, dass Professor Boskovic, Sonjas Vater, ermordet werden soll, wird er erkannt, doch kann entkommen. Bei Professor Boskovic bekommt er eine Stelle als Assistent. Der Professor glaubt, dass sich Ratten in Menschen verwandeln können und die Welt in diese Misere geleitet haben, um die Weltherrschaft zu übernehmen, so wie es in dem 400 Jahre alten Buch "Das Vermächtnis des Rattenkönigs" beschrieben ist. Um dies zu verhindern arbeitet er an einen Indikator, um diese Rattenmenschen, die man von echten Menschen nicht unterscheiden kann, zu entlarven und zu töten, doch gerade, als er ein funktionierendes Mittel gefunden hat, wird er ermordet. Ivan glaubt, in dem Bürgermeister einen Verbündeten zu haben und versucht die Rattenmenschen zur Strecke zu bringen, doch ...
Kommentar
Mit diesem Film nach der Novelle "Der Rattenfänger" des russischen Schriftstellers Alexander Grin beweißt Regisseur Krsto Papic eindrucksvoll, dass auch aus Jugoslawien gute phantastische Filme kommen können. Der Film fängt recht langsam an, die angespannte Lage durch die Wirtschaftskrise wird sehr gut dargestellt. In der ersten halben Stunde entsteht nicht das Gefühl, sich in einem Horrorfilm zu befinden. Erst beim Bankett mit den teilweise recht seltsamen "Menschen", kommt Spannung auf, die sich immer weiter steigert. Da die Rattenmenschen nicht von echten Menschen zu unterscheiden sind, bleibt lange unklar, wem man trauen kann und wer einen verrät. Hierin liegt auch die politische Kritik, die in diesem Film sehr gut zum Ausdruck kommt. Die Masken für die Rattenmenschen sind zwar einfach, wurden aber wirkungsvoll eingebracht. Auch die Schauspieler können hier überzeugen und tragen sehr zum Gelingen dieses Filmes bei. Die Kulissen, Kameraarbeit und die deutsche Synchro sind ebenfalls sehr stimmig und geben dem Film einen unverkennbaren Charakter. Leider ist dieser Film in Deutschland nahezu unbekannt, da er zuletzt 1982 im Fernsehen lief. Er ist zwar auch auf VHS erschienen, aber das Band von C & T Videofilm ist extrem selten und so gut wie nicht mehr zu bekommen. Eine Veröffentlichung dieses außergewöhnlichen Films auf DVD wäre sehr wünschenswert!

Filmreview von: Marcus Littwin
Deutsche Veröffentlichung
Der Film ist bei C & T Videofilm auf VHS mit sehr gutem Bild erschienen. Das Band ist megaselten und so gut wie gar nicht mehr zu bekommen. C & T Videofilm veröffentlichte den Film in Kooperation mit Jadran Film parallel auch in Jugoslawien mit Originalton.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| cyberbambi, 06.03.06
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| atmosphärisch dichter Tierhorrorfilm aus Jugoslavien, der als Parabel auf die politisch angespannte Zeit während des kalten Krieges hinter dem eisernen Vorhang verstanden werden darf. Wer ist Freund (Mensch) -wer Feind (Ratten) ? Keinem kann getraut werden - Verrat lauert um jede Ecke. Eine kleine ziemlich unbekannte Perle zum Entdecken !!! |
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| Maxxi Haxxi, 25.02.07
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| Der Film ist gruselig, die Ratten sehr gut in Szene gesetzt. Leider viel mir der Schluss ein bisschen zu plötzlich und zu seicht aus. Dass sich der "Rattengott" so mir nichts, dir nichts einfach die Flüssigkeit ins Gesicht schütten lässt und stirbt, ging mir ein bisschen zu schnell. Auch wie der Film dann weiter geht, hätte mich interessiert. Irgendwie fehlt mir hier was. Aber ansonsten ganz nett. |
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| Sven, 20.06.07
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| Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich an die Musik und die Bilder im Vorspann denke.
Ein wirklich beklemmender und auch nachdenklicher Film; eine verschlüsselte Warnung gegen jedwede Art des Faschismus.
Man spürt die Armut und Trostlosigkeit der Bürger während der Weltwirtschaftskrise und nimmt die Protagonisten sehr ernst.
Auch wenn der eigentliche Rattengott ziemlich schnell ausgeschaltet wurde, so spiegelt gerade diese Szene jenes Sprichwort wider: "Hochmut kommt vor dem Fall".
Der Rattengott war sich seines Sieges so sicher, daß er in seiner Überheblichkeit die kleine Testschale übersah.
Schade nur, daß es diesen Streifen nicht auf Silberling gibt. |
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| poan68, 20.07.07
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| Habe den Film in jungen Jahren gesehen. Hat sich einfach ins Gedächtnis eingeprägt. Gruselig und spannend bis zum Schluss. Wenn ich mich richtig erinnere war doch der Bürgermeister auch schon eine Ratte...
Den Film stecke ich in die gleiche Kategorie wie "Die Zeitmaschine"- ein ähnlich guter alter Film. |
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| Berti , 14.08.07
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| Der ungewöhnliche Film bietet eine interessante Story, ganz passable Schauspieler und eine einfache, aber total unheimliche Hintergrundmusik. Die düstere Atmosphäre, der Verfolgungswahn und das furchtbare Gekreische der Ratten setzen einem ganz schön zu. Bei der „Vollstreckung“ des Nachtwächters als er von den Ratten angefallen wird, verursachte mir sein schreckliches Geschrei eine Gänsehaut. Leider spielen viel Szenen im Dunkeln sodass man teilweise nicht viel sieht. Der Schluss kam auch irgendwie zu schnell- ich hätte mir bei dem Finale etwas mehr erwartet. Trotzdem: sehr interessant, endlich mal was Neues. |
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