Virginia, die von ihrer Familie nur Red genannt wird, ist die letzte Ahnin einer Werwolf-Jäger-Dynastie. Sie bringt ihren FBI-Freund Nathan mit zum abgelegenen Wohnsitz ihrer Familie, wo sie seit jeher versuchen, die Werwolf-Population klein zu halten. Derzeit haben sie einen Friedensvertrag mit ihnen, doch kaum ist Nathan da, läuft die Situation aus dem Ufer. Mit Gabriel ist eine neue Werwolf-Rasse hierher gekommen, die sich nicht nur bei Vollmond verwandeln kann, sondern jederzeit. Nachdem Nathan Reds Familiengeheimnis erfahren hat, läuft er verstört in den Wald, wo er auf Gabriel trifft und gebissen und infiziert wird. Beim nächsten Vollmond wird er sich verwandeln, es sei denn, er tötet bis dahin Gabriel. Doch sein Biss bleibt unerkannt, die Wunde heilt, bevor er gefunden wird. Während Gabriel die Werwölfe aus der Gegend um sich versammelt, um ihnen seine Fähigkeiten zu geben, begleitet Nathan Reds Familie bei der Jagd, doch ...
Kommentar
Rotkäppchen ist erwachsen geworden und geht nun auf Werwolf-Jagd. Nachdem in letzter Zeit immer mehr Märchen wie Schneewittchen und Hänsel & Gretel sehr eigene Interpretationen erhalten, sollte wohl so ungefähr der Plot dieser Syfy-Fernsehproduktion lauten.
In der Eröffnungssequenz sieht man ein altes Mütterchen, welches ihre Enkelin versteckt, während dies zusieht, wie Oma vom Werwolf ermordet wird. Das war es dann aber auch schon mit den Anleihen an Grimms Märchen, denn daraus ist eine Dynastie von Werwolf-Jägern entstanden, die bis heute fortbesteht. Die Idee ist nicht schlecht, und auch die Umsetzung hat brauchbare Ansätze. Die Story ist zwar sehr gradlinig, die Jagd steht halt klar im Vordergrund, aber sie wurde recht spannend umgesetzt. Auch die Werwölfe sind für einen Fernsehfilm solide animiert, da hab ich schon sehr viel Schlechteres gesehen.
Leider ist der Gabriel (Stephen McHattie), der Ober-Werwolf, der sich immer verwandeln kann, so charismatisch wie ein Briefmarken sammelnder Frührentner. Er hat weder Ausstrahlung noch sieht er böse oder bedrohlich aus. Und Felicia Day (Dragon Age: Redemption), die hier die Werwolf-Jägerin Red spielt, ist auch nicht gerade der optische Bringer. Die anderen Darsteller sind sonst so weit OK. Die Lokation mit dem im Wald entlegen gelegenen, feudalen Landhaus sowie die Geisterstadt sind gut gewählt und die Atmosphäre ist durchaus stimmig, so dass der Film ohne Längen zu unterhalten vermag.
Filmreview von: Marcus Littwin
Trailer zum Film
Deutsche Veröffentlichung
Der Film lief in Deutschland bisher nur im Fernsehen.
Du benötigst einen kostenlose Mitgliedschaft, um Filmkommentare schreiben zu können. Die
Mitgliedschaft bietet dir natürlich nocht weitere Vorteile.
Hier kannst du dich kostenlos anmelden.